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Familie Radl
 
 

Die Familie Radl in Hirschstetten

Die Familie Radl ist seit Generationen mit der Landwirtschaft in Hirschstetten eng verbunden.

Um 1840 zogen die Radl’s aus dem Marchfeld nach Hirschstetten und bauten das heute noch erhaltene Haus in der Hirschstettnerstraße 85. Eine Besonderheit ist es vor allem deshalb, weil es eines der wenigen noch erhaltenen Hochwasserzimmer hat.

Nach einem Brand wurde das Haus wieder aufgebaut. Noch bis 1960 war die Landwirtschaft der Familie Radl eine typische mit Stieren, Pferden, Getreide, Gemüse und vielem mehr. Danach ging man mit der Zeit und trennte sich von der Viehwirtschaft.

1984 begann der jüngste Sohn Manfred mit dem Anbau von Erdbeeren, damals ca. ein Hektar. Mit der Übernahme des Hofes stellte Manfred Radl 1996 auf eine kontrolliert biologische Landwirtschaft um.

Heute produziert er als einziger Landwirt biologische Erdbeeren in Wien und versucht vor allem durch Qualität zu überzeugen.

In weiteren Jahren hat sich die Familie Radl auch mit Selbsternte-Parzellen eine neue Möglichkeit geschaffen, um Gemüse so nah wie möglich an den Kunden zu bringen.

2013 entschloss sich der Sohn der jüngsten Generation, Manfred jun., mit einer vereinfachten Form der Solidarischen Landwirtschaft CSA einen noch weiteren Schritt zum Kunden zu machen und dieses revolutionäre Modell der Produktion und Vermarktung nach Hirschstetten zu bringen.

 
 
 

Hirschstetten - Über 850 Jahre Geschichte

1158 wurde das ursprüngliche Straßendorf gegründet und war bis 1240 ein fürstliches Lehen, ein von Auen und Wasserarmen umgebenes Bauerndorf. Der damalige Name Herstetten leitete sich ab von "Stätten herent der Donau" (Ort diesseits der Donau).

In seiner Geschichte wurde der Ort oft überschwemmt und in Kriegen zerstört. Von 1713 bis 1724 wurde das barocke Schloss Hirschstetten errichtet. Am 21. und 22. Mai 1809 wurde bei der Schlacht um Aspern und Essling Hirschstetten teilweise zerstört. Das Schloss blieb jedoch unversehrt. Die Franzosenkugel erinnert heute noch an das Geschehen.

Nach dem Bau der Ostbahnäste nach Marchegg und nach Laa an der Thaya, die 1870 eröffnet wurden, und nach der ersten Donauregulierung (1870 bis 1875) siedelten sich viele Gärtner, Bauern und Arbeiter an.

1904 wurde das stark gewachsene Hirschstetten als Teil des neuen 21. Wiener Gemeindebezirks, Floridsdorf, in Wien eingemeindet. 1938 kam der Stadtteil zum 22. Bezirk Groß-Enzersdorf, einem Teil des neuen Groß-Wien (die Laaer Ostbahn wurde zur Bezirksgrenze 21 / 22). 1945 wurde Hirschstetten nach massivem Luftangriff großteils zerstört.

Seit dem Jahr 1954 heißt der verkleinerte 22. Bezirk, zu dem der Ort weiterhin gehört, Donaustadt. Die Grenze zum 21. Bezirk rückte 1954 von Hirschstetten weit nach Nordwesten.

(Quelle: Wikipedia)